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Der Haarausfall und seine Vielfältigkeit

Zweifelsohne gibt es sehr viele Arten von Haarausfall. Mit geläufigen Begriffen wie dem kreisrunden Haarausfall oder dem diffusen Haarausfall können auch Menschen etwas anfangen, die zum größten Teil völlig themenfremd sind. Sie haben es eventuell schon einmal gehört oder gelesen.

Doch natürlich gibt es unzählige Arten von Haarausfall. Diese Vielfältigkeit unterteilt sich dann manchmal nochmal in einzelne Stadien und Unterarten etc. pp. Der Mensch ist nun einmal ein kompliziertes Gebilde. Im wahrsten Sinne des Wortes.

So unterschiedlich, wie wir sind, sind auch die Arten des Haarausfalls an dem wir (manchmal) leiden. Die Wichtigsten werden nun im folgenden erklärt.

Alopecia Actinica

Unter Alopecia Actinica verbirgt sich ein strahlenbedingter Haarausfall. Wie der Name vermuten lässt, tritt der Haarverlust durch eine Strahlentherapie auf oder wird auch durch eine Strahlenkrankheit verursacht.

Bei einer ionisierenden Bestrahlung können freie Radikale freigesetzt werden, welche zu einer Schädigung der Erbsubstanz führen. Durch diese Erbsubstanzschädigung kann es zu Zellschäden in den Haarfollikeln kommen. Dabei wird das Replikationssystem zerstört, was zur Störung der Zellteilung und auch der Zellbildung führt.

Die Folgen sind Haarausfall im Kopfbereich. Die Haarfollikeln und die Wachstumszyklen, welche sich in die Wachstumsphase (Anagenphase), Übergangsphase (Katagenphase) und Ruhephase (Telogenphase) einteilen, entscheiden im Endeffekt wie schnell das Haar nachwächst.

Alopecia Senilis

Der Name Alopecia Senilis betitelt einen altersbedingten Haarausfall. Wie zu vermuten ist, sind maßgeblich Menschen im fortgeschrittenen Alter betroffen. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen.

Über die Jahre werden die Haare einfach immer dünner. Die Ursache ist der ganz normale biologische Alterungsprozess der Haarwurzeln sowie das nachlassende Regenerationsvermögen.

Alopecia Seborrhoica

Der Begriff Alopecia Seborrhoica bezeichnet einen Haarausfall, welcher mit einer öligen oder fettigen Kopfhaut verbunden ist. Einerseits kann er willkürlich und diffus auftreten oder aber ebenfalls das gesamte Kopfhaar betreffen.

Die Art des Haarausfalls tritt in den meisten Fällen in Verbindung mit einem Ekzem auf. Die Talgdrüsen der Kopfhaut produzieren überdurchschnittlich viel Talg. Die gesamte Kopfhaut sieht sehr ölig und fettig aus. Die Haare wirken für den Betrachter spröde oder auch trocken.

Betroffen sind häufig Menschen in mittleren Lebensalter von ca. 20 bis 40 Jahren. Männer sind tendenziell etwas häufiger davon geplagt.

Die Ursachen sind nicht genau definierbar. Sie können unter anderem eine Störung im Hormonhaushalt sein, übermäßiger Stress oder Störungen im Immunsystem.

Natürlich können auch Krankheiten wie Hautpilze, Infektionen oder Allergien mögliche Ursachen für Alopecia Seborrhoica sein.

Alopecia Areata Atrophicans

Dieser Begriff bezeichnet eine Sonderform des kreisrunden Haarausfalls. Der Ausfall beginnt schleichend mit kleinen haarlosen Flecken. Die Kopfhaut wirkt an diesen Stellen stark gerötet und glänzend.

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Sehr häufig betroffen sind Frauen im Alter von 30 bis 55 Jahren. Unregelmäßige und rundliche Herde in der Scheitelgegend und am Hinterkopf sind stark fortgeschritten. Eine genaue Ursache ist leider noch nicht bekannt.

Alopecia Areata Reticularis

Unter Alopecia Areata Reticularis verbirgt sich eine klinische Sonderform der Alopecia Areata (kreisrunder Haarausfall). Die betroffenen Areale sind netzförmig über den kompletten Kopfbereich verteilt.

Die kahlen Stellen sind weder schuppend, noch glatt. Die Haarfollikeln sind erhalten. Im Randbereich erscheinen die Haare kurz und abgebrochen. Die Haarwurzel richtet sich quasi gegen den eigenen Körper.

Es entsteht eine Entzündungsreaktion, welche den Wachstumszyklus der Haare stört. Es kommt schließlich zum Ausfall. Generell kennzeichnet die Krankheit Alopecia Areata Reticularis eine relativ schlechte Prognose für das Nachwachsen der Haare.

Mechanisch bedingter Haarausfall

Der Fachbegriff für den mechanisch bedingten Haarausfall lautet Alopecia Mechanis. Externe Faktoren begünstigen hier den Haarausfall.

Ursachen können unter anderem Reibung, Zug oder Druck sein. Das Tragen von dauerhaften Zöpfen oder auch eine längere Bettlägerigkeit mit gleicher Kopfposition können ebenfalls ausschlaggebende Faktoren sein.

Medikamentös bedingter Haarausfall

Wie der Name unschwer erkennen lässt, handelt es sich um einen Haarausfall, welcher mit Medikamenten zusammen hängt. Es ist also eine unschöne Nebenwirkung.

Der Haarausfall kann bereits nach mehrwöchiger Einnahme von Medikamenten auftreten. Generell ist nicht zu sagen, wo er auftritt. Er betrifft die Kopfregion und in manchen Fällen auch die gesamte Körperbehaarung.

Wird das Medikament abgesetzt, beginnt der Wachstumszyklus der Haare.

Follikuläre Muzinose

Hierunter versteht man eine relativ seltene Erkrankung, bei der sich um die Haarfollikeln herum Schleim bildet. Die Haare fallen aus, da es letztlich zu einer Entzündung führt.

Grundsätzlich ist der Haarausfall nur auf bestimmte Bereiche beschränkt. Dort aber sind die Haarfollikeln verhärtet tastbar. Umgangssprachlich nennt man Alopecia Mucinosa (follikuläre Muzinose) auch die Reibeisenhaut.

Sie betrifft meistens das Gesicht, kann aber durchaus auch an jeder anderen Körperstelle auftreten. Der kahl gewordene Bereich ist deutlich zu erkennen und leicht erhaben sowie gerötet. In manchen Fällen wird es auch noch durch Juckreiz begleitet.

Die 3 Untertypen der Alopecia Mucinosa

  1. Eine primäre, lokalisierte Krankheit. Betroffene sind meist noch unter 40 Jahren, wobei in erster Linie Kinder betroffen sind.
  2. Eine primäre, generalisierte Krankheit. Betroffen sind in der Regel Menschen über 40 Jahre.
  3. Eine sekundäre Krankheit z.B. in Folge einer anderen Erkrankung. Die Betroffenen sind meist Personen über 50 Jahren.

Alopecia Parvimaculata

Der Fachbegriff Alopecia Parvimaculata steht für den Haarausfall in Folge einer Infektion. In der Regel zeigt sich der Haarausfall mit kahlen, kleinen Stellen. Die Ursache ist eine Entzündung der Haarfollikeln.

Generell ist der Haarausfall recht unregelmäßig und in der Vergangenheit häufig bei Schulkindern vorgekommen.

Teilweise kann es im Verlauf einer Krankheit zu extremem Haarverlust kommen. Auslöser dieser Infektion könnten unter anderem Krankheiten wie Typhus oder Tuberkulose sein. Das muss jedoch generell im einzelnen durch ein Facharzt abgeklärt werden!